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18
April
Re-distribution of the sensible - Part II
war heute noch mal bei Magnus Müller, di e von Warren Neidlich kuratierte Ausstellung "The Re-distribution of the Sensible" mal in Ruhe anzugucken. Und ich muss sagen, auf den zweiten Blick lange nicht so beeindruckend, wie ich am Freitag beim Opening dachte. Großes Konzept, super abstrakt, fällt von Rancière zu Hardt/Negri zu Deleuze-geborgter "Wirkung direkt auf das Gehirn" und Kontrollgesellschaft, drückt sich aber konsequent um eine Konkretisierung, bzw. einen direkten Bezug zu den einzelnen Werken. Das ist heute richtig aufgefallen, allein in der Galerie...ziemlich allein gelassen gab's da wenig Anhaltspunkte. Das soll hier jetzt bitte nicht als Kritik an den einzelnen Positionen verstanden werden, das Problem liegt viel eher im fehlenden Transfer des philosophisch-theoretischen Überbaus aus dem Kuratoren-Paper in die konkrete Versuchsanordnung der einzelnen Werke. Insofern: nicht so ganz gelungen.
16
April
"The Re-distribution of the Sensible" at Magnus Müller
![]() Leicht museal-institutionell angehaucht, das Ganze -– obwohl es in einer Galerie stattgefunden hat. Aber vielleicht macht das ja auch der institutionskritische Kontext selbst, dass der Kontext auf einmal institutionell gefestigter wirkt als er eigentlich ist, eher Micro-Museum denn Galerie und das ist definitiv ein Unterschied. Institutionskritik resultiert in Institutionalisierung. Das war weder nette Verkaufsausstellung, noch Koks-gepushte Superstar-Show, auch keine Politisierung/Kontextualisierung im Hinblick auf die Marktformatierung des Galerienbetriebs: statt dessen straighte, mittels Rancière-Zitat schon im Titel philosophisch festgeklopfte Politisierung im Sinne der ‚Aufteilungen und Wiederaufteilungen des Sinnlichen’, großer Stil, wie gesagt, eher Museum als Galerie. Ob das allerdings so gut ist, seinen Rahmen derart selbst umzuschreiben und die Galeriewände mit etwas Museumsweiß zu überstreichen, sei dahingestellt. Hat ja dann doch in einer Galerie stattgefunden und die Preisliste lag auch an jeder Ecke deutlich sichtbar aus. Etwas überambitioniert, könnte man sagen. Auf der anderen Seite aber dann halt genau darin auch ein Statement in punkto Aktionspotential und Möglichkeitsspielraum von Kunst. Soweit nur mal ein kurzes brainstorming dazu. Auf jeden Fall später mehr...
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